Gut Glück
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Muffin aus unserem C-Wurf sucht ein neues Zuhause

Name: Muffin
Rasse: Großspitz
Geb.: 21.07.2016
Geschlecht: Rüde
(kastriert im September 2019)
Verträglich mit: Hündinnen und Rüden (bis auf wenige Ausnahmen), Katzen
Alleine bleiben: problemlos, bis zu 5 Std.
Autofahren: klappt schon recht gut
Krankheiten / Allergien: keine
Ort: 26670 Uplengen/ Ostfriesland

Folgende Beschreibung erhielt ich von seinen Besitzern:
 

Schweren Herzens haben wir uns nach langem Abwägen dazu entschieden, dass wir unserem Muffin langfristig nicht das Zuhause bieten können, das für ihn optimal wäre und das er wirklich verdient. Daher hoffen wir, für unseren Schatz den oder die richtigen Menschen zu finden, um dauerhaft ein glückliches und ausgeglichenes Leben führen zu können.


Über Muffin:
Schon als Welpe hatten wir damit zu kämpfen, dass Muffin oft ein auffällig hohes Stress- und Erregungslevel hatte und nur schwer zur Ruhe kommen konnte. Dadurch war es phasenweise kaum möglich, bestimmte Alltagssituationen mit ihm zu trainieren. Durch das Etablieren von festen Ritualen, durch einen möglichst strukturierten Alltag mit ausreichend Ruhephasen und durch viel Geduld und kleinschrittiges, positives Training konnten wir die Gesamtsituation verbessern. Allerdings war der Alltag mit Muffin immer noch schwierig und anstrengend. Und es hat uns oft traurig gemacht, dass wir ihm nicht so richtig helfen konnten. Um
auszuschließen, dass körperliche bzw. medizinische Ursachen eine zentrale Rolle spielen, haben wir im Laufe der Zeit diverse Untersuchungen und Bluttests machen lassen, u.a. ein Schilddrüsenprofil.
Wir haben eine sehr tolle Tierärztin, die sehr erfahren und kompetent im verhaltensmedizinischen Bereich ist und die uns mit Muffin schon lange begleitet und unterstützt. So haben wir unter ihrer Anleitung systematisch Verschiedenes getestet. Letztendlich haben sich die Kombination aus Zylkene und Atenolol (als tägliche Gabe) sowie die Kastration im letzten Jahr bewährt und als zielführend
herausgestellt.
Daneben haben wir unter Anleitung unserer Trainerin mit positiver Verstärkung gearbeitet und uns nach und nach recht erfolgreich um Muffins „Baustellen“ gekümmert und einige tolle Erfolge erzielt. Muffin zeigt im Allgemeinen ein rassetypisches Verhalten.

 

Die aktuellen „Baustellen“ sind folgende:


1. Vorbeifahrende Autos und Radfahrer:
Wenn Autos oder Radfahrer zu dicht an ihm vorbeifahren, ist Muffin sehr gestresst, bellt und ist kaum noch ansprechbar. Daher wäre ein Zuhause in ländlicher Umgebung ohne Frage geeigneter als eines in der Innenstadt. Wir arbeiten seit einiger Zeit daran, dass wir bei solchen Begegnungen für ausreichenden Abstand sorgen, dass wir ruhiges Anschauen belohnen und die anschließende Umorientierung zu uns markern. Darüber haben wir schon in kurzer Zeit große Erfolge erzielen können. Muffins individueller Wohlfühl-Abstand wird immer geringer, und er entspannt sichtlich, wenn er die Zeit bekommt, die „gruseligen“ Objekte so lange anschauen zu dürfen, bis er seinen Blick selbstständig davon lösen kann. Wir
würden uns sehr freuen, wenn Muffins zukünftige Menschen in ähnlicher Form weiter mit ihm daran arbeiten würden.


2. Autofahren:
Früher waren schon kurze Strecken im Auto mit Muffin kaum machbar. Wir haben unter Anleitung unserer Trainerin verschiedenste Varianten ausprobiert. Da er schon nach kürzester Zeit starke Stresssignale gezeigt hat, war ein Training dieser Situationen kaum möglich. Vor ein paar Monaten sind wir auf ein homöopathisches Mittel gegen Schwindel gestoßen (Vertigoheel), welches endlich einen Durchbruch gebracht hat. Seitdem können wir das Autofahren mit Muffin kleinschrittig trainieren und freuen uns, wie schnell er nun Fortschritte macht. Muffin wird möglicherweis nie ein enthusiastischer Fan vom Autofahren sein. Aber momentan wird es kontinuierlich besser, so dass wir uns gut vorstellen können, dass es mit der Zeit ganz problemlos klappen wird.


3. Menschliche Besucher:
Ganz rassetypisch zeigt Muffin das Bedürfnis, sein Zuhause gegenüber Fremden zu
beschützen. Unsere Besucher haben sich inzwischen alle daran gewöhnt, dass sie Muffin zuliebe ein paar Verhaltensregeln befolgen, wenn sie uns daheim besuchen. Dazu gehört, Muffin nicht anzufassen, anzuschauen oder anzusprechen. Mit der Zeit haben wir herausgefunden, dass es für Muffin wesentlich angenehmer ist, wenn er bei Besuch in einem anderen Raum mit einem Türgitter sein darf. So hat er Ruhe und Sicherheit, wird jedoch nicht gänzlich „ausgeschlossen“ und kann ein bisschen beobachten, wenn er es möchte.


4. Schnappen:
Wir haben Muffin einen sehr bequemen Maulkorb anfertigen lassen, den wir mit viel Liebe und Geduld positiv auftrainiert haben. Das Ergebnis ist beeindruckend: Muffin trägt den Maulkorb sehr gerne. Er steckt sogar von selbst seine Schnauze hinein und wartet geduldig, bis der Riemen geschlossen wird. Der Grund für das Maulkorb-Training ist, dass es bestimmte Situationen gab und gibt, in denen wir wesentlich entspannter sind, wenn Muffin gesichert ist. In solchen Situationen schnellt Muffin nach vorne und schnappt gelegentlich auch. Eine Beschädigungsabsicht hat Muffin dabei definitiv nicht. Aber es gab schon ein paar blaue Flecken und kleine Kratzer. Typischerweise sind dies Situationen, in denen Muffin sich entweder körperlich bedrängt fühlt oder in denen er Leckereien wie z.B. ein Rinderohr verteidigen möchte. Mit dem entsprechenden, vorausschauenden Management sind all diese
Situationen aber vermeidbar oder zumindest gut händelbar.


Wer unsere langen, ausführlichen Beschreibungen bis hierher interessiert verfolgt hat, hat sicherlich schon ein Gefühl dafür entwickelt, wie sehr wir unseren Muffin lieben und wie viel Zeit, Liebe und Energie wir bereits investiert haben, um unserem Schatz die bestmögliche Lebensqualität zu bieten. Darum möchten wir Muffins potentiellen Interessenten nicht vorenthalten, was uns letzten Endes zu
unserer Entscheidung bewogen hat…
Wir sind im Sommer 2018 Eltern einer wundervollen Tochter geworden. Im Vorfeld haben wir sehr gründlich überlegt, wie wir präventiv dafür sorgen können, dass Muffin so mit einbezogen wird, dass er sich weder ausgeschlossen noch überfordert mit der veränderten Situation fühlt. Grundsätzlich hat das zunächst sehr gut funktioniert. Leider hat sich im letzten Jahr jedoch immer deutlicher heraus
kristallisiert, dass Muffin in den meisten Situationen zwar wundervoll mit unserer Tochter umgehen kann, allerdings auf alles und jeden gestresst reagiert, der sich unserer Tochter nähert. Dies macht sowohl Spaziergänge mit Hund und Kinderwagen fast unmöglich. Auch Besuch jeglicher Art - von den Schwiegereltern über den Babysitter bis hin zu anderen Kindern und deren Eltern wird für uns zu
einer nervlichen Belastungsprobe. Muffin regt sich dann fürchterlich auf, bellt wie verrückt und braucht danach lange um wieder zur Ruhe zu kommen. Unser Alltag besteht seitdem aus lauter Management-Maßnahmen, um zu verhindern, dass Muffin allzu sehr gestresst wird. Zudem wird unsere Tochter immer mobiler - und leider stresst auch das unseren Muffin zunehmend. Eine feste Struktur im Alltag ist für ihn ausgesprochen wichtig, dies können wir ihm durch den familiären Alltag
mit einem Kleinkind leider nicht mehr bieten.
Wir merken, dass wir Muffin dadurch immer weniger gerecht werden. Es schmerzt, ihn so zu sehen, ohne ihm wirklich helfen zu können. Und natürlich zerrt dieser Zustand auch an unseren Nerven und unserer Kraft.
In Absprache mit unserer Tierärztin und unserer Trainerin haben wir uns nach monatelangem Prozess dazu entschlossen, dass wir uns für Muffin eine Vermittlung in einen kinderlosen Haushalt wünschen.
Wir könnten uns für Muffin erfahrene Spitz-Liebhaber vorstellen, die in ruhiger, ländlicher Lage in einem Ein- bis Zwei-Personenhaushalt leben. Ein bereits vorhandener, entspannter Ersthund könnte für Muffin eine echte Bereicherung sein. Wichtig ist für ihn auch, dass er seinen eigenen reizarmen Rückzugsbereich hat und man ihm mehrmals täglich die Möglichkeit gibt dort zur Ruhe zu kommen.
Muffin spielt sehr gerne mit anderen Hunden - und dies sogar auch im eigenen Garten, wenn er Besuch von einem seiner Hunde-Freunde bekommt.
Bei uns lebt Muffin mit zwei Katzen zusammen. Sollte es im neuen Haushalt Katzen geben, so sollten diese idealerweise „Hunde-erfahren“ sein, nicht allzu schreckhaft und sollten möglichst einen eigenen Rückzugsbereich haben.
Muffin zeigt kaum Jagdtrieb und ist draußen sehr gut abrufbar und ansprechbar. Zwar ist unser Grundstück eingezäunt, aber er verhält sich auch bei geöffnetem Zaun ziemlich hoftreu.
Muffin arbeitet gerne mit der Nase und liebt es zu clickern und Tricks zu lernen. Aber auch den Schnüffelteppich, Intelligenzspiele oder das Auspacken von Leckerlis aus Kartons, Papier und Klopapierrollen findet er klasse.
Wir haben für Muffin momentan zwei erfahrene Hundesitterinnen, die ihn bei uns Zuhause betreuen und auch mit ihm spazieren gehen, wenn wir mal verreisen. Beide haben sehr schnell eine gute Bindung zu Muffin aufbauen können, indem sie ihm einerseits Zeit gegeben haben ohne ihn zu bedrängen. Andererseits über die gemeinsame „Arbeit“, indem unterwegs geclickert wurde und sie ihn kleine Aufgaben gegen Futter haben machen lassen. Muffin ist sehr aufmerksam und gelehrig
und freut sich riesig, wenn er Gelerntes zeigen darf oder wenn er eine neue Aufgabe bekommt. Insofern können wir uns gut vorstellen, dass auch Muffins zukünftige Menschen über diesen Weg schnell eine enge Bindung aufbauen können.


Muffin ist ein sehr lustiger Hund, der immer neue Ideen hat und uns tagtäglich zum Lachen bringt. Mit seinen Menschen ist er sehr verschmust und lässt sich auch ganz brav kämmen und bürsten. Von Fremden möchte er lieber nicht angefasst werden. Aber wenn man ihm Zeit gibt, ihn nicht bedrängt und sich aus Hundesicht „höflich“ ihm gegenüber verhält, dann „belohnt“ er sein Gegenüber auch
schon mal damit, dass er von selbst kommt und sich ein paar kurze Streicheleinheiten abholt. Wichtig ist nur, dass man Muffin alles in seinem eigenen Tempo machen lässt.
Die Kosten für die Zylkene belaufen sich auf ca. 125 € für 3,5 Monate und ca. 12 € für 3,5 Monate Atenolol.

 

Kontakt: jasmin.potthoff@web.de

Roxy und Puppy suchen dringend ein neues zu Hause!

Beide Hunde haben die Großspitzzucht maßgeblich beeinflusst und sind wohl mit die bekanntesten Vertreter ihrer Rasse und haben einen schönen Lebensabend verdient.

Ihre Besitzerin kann Sie krankheitsbedingt leider nicht mehr versorgen und nun sucht die Tierhilfe Franken ein neues Heim für die beiden Oldies. Weitere Infos und Anfragen bitte hier: http://www.tierhilfe-franken.de