Die morgendliche Überraschung

Askina hatte die Wurfkiste bereits bezogen und hielt sich die letzten Tage meist darin auf. Trotzdem wollte sie Donnerstag Abend als wir ins Bett gingen lieber in ihr normales Körbchen im Flur. Da ich bisher weder einen Temperaturabfall noch sonst etwas, was auf eine nahende Geburt hinwies, beobachten konnte, ließ ich ihr ihren Willen. Im Bett hörte ich sie nochmal kurz rumtappern und etwas jammern, dann war aber schnell Ruhe. Alles im grünen Bereich, denn in den nächsten Tagen sollte der Welpe ja kommen. Die Nacht gab es nichts Auffälliges, nur morgens wollte Askina nicht aufstehen. Als selbst die Zubereitung ihres Futters sie nicht locken konnte, war ich doch alarmiert. Eigentlich sah es ganz normal aus, wie sie so im Körbchen lag - sollte die Geburt vielleicht doch bald losgehen? Ihre Nase ging oft zum Bauch - sollte das pralle Gesäuge spannen oder sich etwa entzünden? Als ich die Milchleisten abfühlen wollte, hatte ich plötzlich einen Welpen in der Hand! Da war ich dann doch schlagartig wach.

Der Welpe lebte und ist gut entwickelt - welch ein Geschenk! Da hatte ich mir doch Gedanken gemacht, ob der Einzelwelpe es wohl normal auf die Welt schaffen würde, oder ob womöglich doch ein Kaiserschnitt nötig sein würde. Und dann überrascht mich Askina mit einer heimlichen Geburt, die außer dem Welpen keinerlei Spuren hinterlassen hat.

 

Es ist ein Mädel, wie erwartet mit weißen Abzeichen an Brust und allen vier Pfoten.
Das morgendliche Gewicht lag bei 320 g.

 

Die kleine Familie ist dann in die Wurfkiste umgezogen. Kleine Stofftiere sollen ein wenig die fehlenden Geschwister simulieren, damit es etwas zum kuscheln gibt, wenn Mama mal kurz draußen ist.